RhaZ

Rhaetikoner Zeitung

6. Ausgabe vom 13. Decander 1203

Der Drachensteiner gibt laut

Vor wenigen Tagen erreichte S. K. M. ein Schreiben des Herzogs von Drachenstein. Der Herzog beschuldigt in diesem Seine Königliche Majestät, Überfälle auf das Transportschiff an der Südküste Drachensteins befohlen zu haben. Angeblich soll ein Schiff unter NeuRhaetikoner Flagge und dem Totenkopf die gesamte Flotte Drachensteins versenkt haben. Das Drachensteiner Schiff hatte die Aufgabe, Lebensmittel nach Trallsky zu bringen und Gold von Trallsky zu holen. Trallsky ist eine Gefangenenkolonie, die Ausgebeutet wird.
Der Drachensteiner fordert nun eine Stellungnahme S. K. M. und eine Entschädigung. Wenn dies nicht erfolgt, so der Drachenseteiner, wird das Herzogtum Drachenstein dem Königreich NeuRhaetikon den Krieg erklären.
Berichten zu folge wird dieser bellende Hund von einem Drachensteiner auch versuchen zuzubeißen. Aber wie will ein Rehpinscher einem Mann an die Gurgel kommen? Beobachtungen zeigen, dass der Drachensteiner seine Männer ausrüstet und abmarschbereit macht. Im Gegenzug macht sich S. K. M. auf einen Angriff gefast, unsere beiden Kriegsschiffe werden derzeit seeklar gemacht und die Seesöldner sind in Bereitschaft versetzt. Die Redaktion wird weiterhin vom nahenden Krieg berichten!
Für S. K. M. ist die Nachricht, das ein Schiff den Drachensteiner angegriffen hat, sehr Besorgniserweckend. Wer könnte dahinterstecken? Die Piraten aus dem Freien Sollach? Oder vielleicht die verhaßte Lyrraa aus Rhaetikon? Die Untersuchungen laufen...

 

Der Ork sitzt in Rhaetika

Leider ist es dem so glorreichen und berühmten Handelsposten nicht gelungen, den Ork vor seinen Toren zu lassen. Durch die Belagerung wurde der Handelsvorsteher Gerd Hüpperfeld gezwungen, die Tore für den Ork zu öffnen. Wie er selbst sagt, zum Wohle des Landes und zum Schutze seiner Bürger. Doch dass daraufhin sehr viele Bürger abgereist sind, damit hat er wohl nicht gerechnet. Weiter heißt es in seinem Bericht, dass die Orken sie mit Lebensmittel versorgen und er ihnen gibt, womit Rhaetika sonst auch handelte. Die Orken sind nun die neuen Herren der Stadt. Handel mit ihnen, wenn es sich lohnt, ist zwar möglich aber riskant.
Was Herr Hüpperfeld sehr bedauert, ist, dass das Orkball - Turnier im Aganter wohl ausfallen muss. Er hat S. K. M. ein Schreiben überbringen lassen, in dem er um einen Diplomaten bittet, der sich in der neuen Orkmetropole für die geschicke des Landes und der Stadt Rhaetika einsetzt. Er selbst fühle sich mit dieser Situation vollends überfordert.
Man hat schon überlegt, wo man das Orkball - Turnier hin verlegen könnte, doch diese Tradition besteht nun schon so lange und für die Gahter Bürger ist es ebenfalls schon ein Teil ihres Lebens geworden, so sollte man versuchen den Ort beizubehalten. Wir halten unsere Leser auf dem Laufenden und drücken dem Königlichen Diplomaten die Daumen.

 

Der Geier kreist über uns

Uns ist zu Ohren gekommen, dass die Legende lebt. Oft wurden Geschichten über ihn erzählt, über den "Meistermeuchler der Dunklen Seite", über den "Dolch der Lyrraa Arress", über die "Blutklinge des DISKOR", und welche blutigen Namen er noch trägt. Doch in den letzten Monden hat sich gezeigt, dass er wirklich auf unserer Welt weilt und den Tod bringt, für jene die wir schätzen und Ehren: Den Klerus und den Adel. Von S. K. M. wurde uns gestattet, den frevlerhaften Satz zu drucken den der Geier auf einem seiner Briefe hinterlassen hat:
Man nennt mich den Geier, da ich aus den maroden Ländern das faulige und stinkende Fleisch herauspicke.
Da seine Opfer ausschließlich Kleriker oder Adelige waren ist wohl klar, welch hetzerische und ketzerische Worte er gesprochen und somit sein Todesurteil unterschrieben hat. Nach neusten Berichten soll der Geier weitergezogen sein zu unseren freundlichen Nachbarn, diese wurden natürlich in Kenntnis gesetzt, um dort ein neues Opfer zu erkoren und zu töten.
Wir haben hier eine Beschreibung des Übeltäters, doch leider müssen wir eingestehen, dass er desöfteren verschiedenlich beschrieben wurde:
Er scheint normal gewachsen zu sein, nicht an die zwei Schritt groß wie behauptet und auch nicht kräftig wie ein Bär. Er hat Hüftlanges gelocktes Haar und einen Ziegenbart. Grüne oder braune Augen, die voll Tatendrang und mordlust irre flackern. In seinem Gesicht auf der linken Wange verunziert ihn eine dicke wulstige Narbe! Herkunft des Täters ist bislang unbekannt. Wenn jemand eine verdächtige Person sieht, soll er es sofort den Bütteln melden. Äußerste Vorsicht ist geboten.

 

Königreich Gaht fordert Unterstützung

Nicht nur an der Südseite tut sich was, nein, die Gahter Nachbarn haben endlich einen Zugang zum Meer entdeckt. Im Norden sollen die Fin´Dirriter einen alten Hafen entdeckt haben. Sie möchten dieses Gebiet wieder besiedeln und haben unsere Unterstützung angefordert. Wir werden, wenn sich die Decanderstürme gelegt haben, eine Karavelle losschicken mit Hafenbauern und dem Magister der Nautischen Architektur Drullaggio Frontella. Unter der Aufsicht Seiner Magnifizienz wird ein neuer Hafen und ein neues Hafenbecken entstehen. Der Handelsherr Guido Probstatis hat beantragt ebenfalls mit diesem Schiff mitzufahren. Was sein ärgster Konkurent Klaas Klüver natürlich unterbinden oder auch für sich beantragen möchte.

 

Almanach der Sitte verbrannt

Der Almanach der Sitte wurde verbrannt. Die Kardinäle des Herzogtums Friedland haben herausgefunden, dass dieses Buch eine versteckte Anleitung enthält um eine Armee Untote erwecken zu können. Dieses Buch, welches daimonisch beseelt gewesen ist, wurde am Sonnentag in der heiligen Flamme des GOR verbrannt. Seine Eminenz des MORS rief die Bürger auf, achtsam zu sein, denn das Böse schwemmt nicht nur von Rhaetikon herüber sondern es komme auch von Süden. Man ist sich ziemlich sicher, dass Seine Eminenz des MORS nicht die Orken gemeint hat. Möge S. E. uns diese Interpretation verzeihen.