RhaZ

Rhaetikoner Zeitung

4. Ausgabe vom 1. Junater 1202

Lang lebe der König

Ja, ihr seht richtig liebe Leser. Seine Königliche Majestät Stefan aus dem Tann hat eine Einigung mit Seiner Hoheit Willgurd Baerenblut getroffen. Das heißt, der Barbarenstamm der Noestlinger hat sich mit uns zu einem Reich, unter der Herrschaft unseres geliebten Königs Stefan aus dem Tann, zusammengeschlossen. Dadurch, so ein Vertreter des Hofes, wird NeuRhaetikon stärker und die Gefahren können so besser unter Kontrolle gehalten werden. Außerdem wird das gesamte Königreich aufgeteilt in Herzogtümer, Grafschaften, Baronien und Landsitze, um so das Land schneller kultivieren und zivilisieren zu können.
Die Krönung fand am 30. Maia statt. Es war wohl eine kleine Zeremonie, da Seine Königliche Majestät in solchen Zeiten einem riesigen Brumborium nicht zustimmte. Er sprach hingegen: "Wenn wir die Fronten geklärt haben und die Welt in hellerem Licht erstrahlt, als sie es an diesem Tage tut, werden wir die Entstehung des Königreiches NeuRhaetikon feiern!"
Ihre Erhabenheiten, die fünf Meister des Bundes haben Stefan aus dem Tann in einer fünfstündigen Zeremonie zum König gekrönt. Ihr neuer Verbündeter Willgurd Baerenblut, einst Häuptling der Noestlinger, schwor als Herzog von Noestlingen Ihrer Königlichen Majestät und dem neuen Reich ewige Treue.

 

Thronfolger geboren

Am Tag der Krönung geschah ein MORSgefälliges Zeichen. Eine Stunde nach der Krönungszeremonie entband ihre Königliche Hoheit Gesche Jabaline Tirante den Thronerben. Seine Prinzliche Majestät Igburr Grant aus dem Tann, erhielt wenige Minuten, nachdem er das Licht des neuen Reiches erblickte, den Segen der fünf Meister des Bundes. Dann brachen die Wolken am Himmel das Schweigen und ein gewaltiges Frühjahrsgewitter läutete das Neue Zeitalter ein!

 

Eldengard ist gefallen

Diese Nachricht verbreitete sich in NeuRhaetikon nach dem 12. Maia wie ein Lauffeuer. Am Tag zuvor setzte sich die gesamte Orkstreitmacht in Bewegung. Der Versorgungstross der Orks, wenn Orken so etwas haben, begann sich zu bewaffnen und zu den Kriegern an die Front zu gehen. Die Eiserne Faust schickte sofort zehn Boten durch die Frontlinie, um unsere Verbündeten, das Gahter Volk und seine Armee, zu warnen. Wir wissen nicht, ob die Boten ihr Ziel erreichten, da der Ork nun in Eldengard sitzt. Obwohl die NeuRhaetikoner Armee, bestehend aus 4 Einheiten der Eisernen Faust, 2 Einheiten der Klingen Rhaetikons, 6 Söldnerhaufen der Blutigen Schwerter und der Landwehr, immer wieder Ausfälle auf den Orkentross machte, liesen sich die Orken nicht auf einen Zweifrontenkrieg ein, sondern verfolgten strickt ihr Ziel. Wir konnten den Orken zwar massive Verluste beibringen, doch in einem Tal der angrenzenden Tafelberge erlitten wir zu große Verluste und mußten uns zurückziehen. Eine harte Entscheidung des Oberbefehlshaber dieser Truppen, Seine Hoheit Willgurd Baerenblut, zu dem Zeitpunkt noch Häuptling der Noestlinger, doch hätte er die Streitmacht in diesem Tal aufgerieben, hätte NeuRhaetikon dem gleichen Schicksal entgegengesehen wie Eldengard.
Von mehreren Augenzeugen berichtet, war es wohl ein Orkensturm, der seines gleichen in der Geschichte sucht. Dörfer wurden in wenigen Stunden dem Erdboden gleich gemacht, wenige konnten fliehen, die meisten starben, weil sie sich Götterfürchtig den Wesen DISKORs in den Weg stellten. So stellte sich wie viele andere auch der Drachenbund, eine Gruppe Helden, die gegen das Böse kämpfte, der Gefahr, doch sie starben fast alle. Aus Rhaetika wurde berichtet, dass die einzige NeuRhaetikonerin des Drachenbundes, Jorla Xantima Brugg aus Noerlfurt, im tapferen Kampf gegen die Orken gefallen ist. Wie uns berichtet wurde und unsere Mathematiker berechneten, kommen auf einen toten Orken, fünfzehn tote Menschen! Natürlich darf bei dieser erschreckenden Zahl nicht vergessen werden, das diese Wesen DISKORs vor Kindern und Greisen keinen Halt machten. Weiteres Schrecknis dieses Krieges ist, dass viele Verwundete an den folgen des grausigen Wundbrandes starben. Wie viele Frauen geschändet wurden, wieviele Männer in orkische Sklaverei gebracht wurden und wie weit der Ork nach Gaht eingefallen ist, ist ungewiß.
Für NeuRhaetikon steht fest, der Weg nach Eldengard ist blockiert und die Grenze wird befestigt. Doch für NeuRhaetikon besteht Gefahr, dass die Orken bald unser Land überrennen. Mögen die Götter uns ein Zeichen senden und uns schützen.

 

Ländereien zu vergeben

Hier wollen wir noch gleich auf die neue Landesstruktur eingehen. Eine politische Karte würde es vereinfachen, doch diese ist noch nicht fertiggestellt. Das Königreich wird in drei Herzogtümer unterteilt. Das Großherzogtum Rhaetra, welches die gesamte Halbinsel Rhaetra umschließt. Das Herzogtum Friedland, das den westlichen Teil bis zur Drachenspitze umschließt und das Herzogtum Noestlingen, das ehemalige Stammesgebiet der Noestlinger Barbaren. Weiterhin ist das Herzogtum Friedland unterteilt in die Grafschaft Ackerfurch, diese gliedert sich in die Baronien Sonntal, Düsterwald und Rattenfels, und die Grafschaft Noestachtal, diese wiederum besteht aus den Baronien Noerlfurt, Elfenforst und Seeheim. Das Herzogtum Noestlingen hat die Grafschaft Orkwall, diese gliedert sich in die Baronien Stadt Noestlingen, Nordwall und Suedwall, und die Grafschaft Orkwacht, diese wiederum besteht aus den Baronien Tann, Noert und Rhaetika, inne.
Da es dem NeuRhaetikoner Volk noch an Adeligen mangelt, um jede Baronie zu besetzen, wurden viele der Baronien zur Verwaltung an Landvögte vergeben. Diese Landvögte sollen auf kurz oder lang durch Barone und Landherren ersetzt werden. So werden edle Recken gesucht, welche eine politische Karierre in NeuRhaetikon einschlagen wollen. Werte und Achtbare Herren und Damen, meldet euch beim nächsten Junker. Doch auch einfaches Volk wird gesucht, um die weiten Flächen des Herzogtums Friedland zu besiedeln. Tapfere, sucht euer Glück an der Westküste.

 

Suche nach neuer Handelsstrasse

Derzeit wird sich auf die Suche nach einer neuen Handelstrasse in das Königreich Gaht gemacht. Wahrscheinlich wird der Weg entlang der Noestach verlaufen und dann in das Herzogtum Fin´Dirrit enden. Dort scheint Seine Hoheit Willgurd Baerenblut gute Kontakte zu haben. Wir werden davon berichten.

 

Bericht über die Barbarenstämme

Dieser Bericht fällt sehr kurz aus, da nur wenige Informationen ans Licht kamen. Es gibt neben unseren Verbündeten Barbaren noch drei weitere Stämme, die sich wohl auf die Seite des Bösen geschlagen haben. Diese Stämme sind sehr klein aber nicht ungefährlich. An der Westküste, bis tief in die Noestlinger Berge hinein, leben die Skandier. Sie haben kleine wendige Schiffe und überfallen die Fischerdörfer, selbst die Noestach fahren sie hinauf. Die Schiffe der Königlichen Flotte sind zu groß und zu langsam, um ihnen habhaft zu werden. Konstrukteure entwickeln derzeit ein kleines Küstenpatroulienboot. Nördlich des Herzogtums Noestlingen, ebenfalls im Schutz der Berge lebt der sehr gefährliche Stamm der Blutigen Hämmer GORs. Wobei sie sich wohl umbenannt haben in die Blutigen Hämmer DISKORs. Dort wandern die Barbaren hin, die von der Berserkerkrankheit befallen wurden. Diese Krankheit, oder besser Besessenheit, führt bei allen Stämmen traditionsgemäß zum Ausschluß aus der Gemeinschaft. Also wandern diese Ausgestoßenen in die Berge, um dort ein "normales" Stammesleben zu leben. Unsere Noestlinger Freunde schicken ihre Berserker immer noch weg, denn so sagen sie, es ist GORs Wille. Das sie damit den Feind stärken verstehen sie nicht. Der dritte Stamm ist der der Baerlinger. Sie haben ihr Stammeslager nördlich des Totenforstes. Über sie ist wenig bekannt, außer, dass sie Spürhunde haben, die auf zwei Beinen gehen. Diese Wolfwesen, so sagen die Wissenschaftler könnten Werwölfe sein, aber auch ein Zusammenhang zu den drachensteiner Trollocks ist nicht auszuschließen, wenn auch eher unwahrscheinlich.

 

Kopfgeld ausgesetzt

Für jeden erschlagenen Orken, der sich innerhalb der Reichsgrenze aufhält, ist ein Kopfgeld von 10 Kupfern ausgesetzt! Dabei handelt es sich zumeist um Späher, die die Gegenden an der Grenze unsicher machen.